Karlslund Herrensitz mit Gärten

Karlslunds Herrensitz mit Gärten ist eine faszinierende Verschmelzung von Natur und Kulturgeschichte, nur einen Katzensprung entfernt vom zentralen Örebro. Karlslunds Herrensitz mit den dazugehörenden Gebäuden verschmilzt mit industriegeschichtlichen Überresten und mehrhundertjährigen Parks und Gärten zu einem außerordentlich imposanten Kultur- und Naturmilieu.

Der Ursprung von Karlslunds Herrensitz mit Gärten war ein königlicher Stall im 16. Jahrhundert. Die Haupttätigkeit auf Karlslund war Landwirtschaft. Daneben betrieb man zeitweise allerlei andere Tätigkeiten, z.B. Ziegelherstellung, Branntweinherstellung, Kalkherstellung, Reedereibetrieb, Leinölherstellung, Mühlenbetrieb und Kraftproduktion.

Heute findet man hier Museen, Ausstellungen, Läden, arbeitende Künstler, Handwerker und Kunsthandwerker, sowie Parks und Gärten. Karlslund ist das ganze Jahr geöffnet für entspannende Streifzüge und interessante Entdeckungen.

Karlslunds Herrensitz

Karlslunds Herrensitz wurde 1804–1809 von Christian Günther erbaut. Der spätere Besitzer Carl Anckarsvärd ließ 1819 den Herrensitz umbauen und abändern in seine heutige Gestalt. Der Architekt hinter dieser Arbeit war der berühmte Carl Christoffer Gjörwell, der auch das Obergeschoss des Herrensitzes einrichtete und den schönen englischen Park anlegte. Gjörwell ließ auch den Großen Salon mit ungewöhnlichen französischen Panoramatapeten dekorieren. Die Tapeten stellen Frankreichs wichtigste Häfen vor und sind handgedruckt aus der Zeit rund 1800. Sie gehören zu den ältesten Tapeten auf Rolle, die in Schweden bewahrt sind.

Heute wird Karlslunds Herrensitz als Restaurant- und Tagungsanlage ausgenutzt. Hier kann man Sonntagsmittagessen, Weihnachtsbüfett u.dgl. buchen. Im Sommer gibt es auch ein ansprechendes Terrassencafé.

Gärten und Parks

Karlslund hat eine 350 Jahre lange Anbaugeschichte. Eine bewahrte Karte von 1655, gezeichnet von Johan P:son Thoring, ist der älteste Beweis über den Gartenbau in der Gegend. Bereits 1820 hatten Park und Gärten in Karlslunds Herrensitz im großen und ganzen dieselbe Gestaltung wie heute.

Das ganze 19. Jahrhundert war eine intensive Periode in Karlslunds Herrensitz und Park mit Erweiterungen, Verbesserungen und Neubauten. Unter anderem wurden eine Orangerie, eine Gärtnerwohnung und ein Treibhaus gebaut. Ende des 19. Jahrhunderts kamen umfassende Anlagen in Form eines frei gestalteten Parks am Abhang und einem strikter gestalteten Obstgarten hinzu.
Heute arbeitet man aktiv daran die Gärten und Parks rund um Karlslunds Herrensitz wiederherzustellen.

Sehenswertes

In Karlslund gibt es mehrere kulturgeschichtliche Ausstellungen und Museen. In der Meierei gibt es das "Statarmuseum" (Tagelöhnermuseum) wo man sehen kann wie ein Tagelöhnerheim von einem Zimmer und Küche im Karlslund der 30er Jahre aussehen konnte. 1897 wurde Carlslunds Kraftstation gebaut und ist eine der ersten Kraftstationen in Schweden und die einzige aus dieser Zeit die noch immer im Betrieb ist. In der Kraftstation kann man eine 100-jährige Maschinerie betrachten.

In der zu Karlslunds Herrensitz gehörenden alten Mühle aus dem Jahr 1889 befindet sich nunmehr die erlebnisausgerichtete "Tekniska Kvarnen" (Technische Mühle). Hier gibt es Ausstellungen die von der faszinierenden Geschichte über die Entwicklung in der Landwirtschaft und spannende Erfindungen berichtet. Hier befindet sich auch die Teknothek "Insikten" (Einsicht) – eine Experimenthalle mit naturwissenschaftlichen Experimenten. Versäumen Sie auch nicht die neue Ausstellung "På Spåret" (Auf der Schiene) – eine gigantische Miniaturwelt mit Modelleisenbahnen u.a.m. In der Technischen Mühle gibt es außerdem ein Café und den spannenden Experimentladen.

Bei dem alten Treibhaus gibt es einen prächtigen Kräutergarten mit herrlichen duftenden und nützlichen Kräutern, wie gemacht für entspannende Streifzüge.

Läden und Werkstätten

In Karlslund gibt es verschiedene Läden und Werkstätten. In der Meierei finden Sie eine Holzschnitzerei und handgemaltes Glas in herrlichen Farben und Mustern. Von Karlslunds eigener Schmiede hört man die schweren Schläge wenn Schmied Lina das Eisen bearbeitet. Beim Schiffsbauer können Sie Ihren eigenen Schiffstraum bestellen. In dem alten Hühnerhaus ist eine Galerie mit mundgeblasenem Glas. In der Galerie Karlslund können Sie moderne Kunst hoher Qualität sehen und erleben. Das sommergeöffnete Terrassencafé des Herrensitzes hat "Promenadfika" (Spaziergangsbrotzeit) und anderes Leckeres. In den übrigen Werkstätten werden selbstgefertigte Gebrauchsgegenstände und Geschenkartikel verkauft.

Events

Karlslund ist ein lebendes Natur- und Kulturgebiet mit historischen und kulturellen Events das ganze Jahr. Hier gibt es Gutsmusik, Kräutergartenwochenende, Karlslundstag, Michaelis, Seminare, Vorlesungen, Gottesdienste, kulturgeschichtliche Führungen, gartengeschichtliche Wanderungen u.a.m.

Für ein vollständiges Programm siehe www.orebro.se/karlslund
oder rufen Sie an, Telefon 019-21 62 20.

Wie kommt man nach Karlslund?

Karlslund liegt nur 5 km vom Stadtkern in Örebro. Man kann also leicht per Fahrrad oder Bus nach Karlslund kommen.

Fahrrad

Folgen Sie dem Fahrradweg vom Schloss in Örebro entlang dem Svartån nach Karlslund. Auf dem Weg finden Sie viele interessante Sehenswürdigkeiten. Eine Karte kann man im Fremdenverkehrsbüro (Turistbyrå) im Schloss bekommen. Fahrräder mietet man am Hafenplatz (hamnplan).

Bus

Bus Nr. 8, 27, 28 fährt nach Karlslund. Bushaltestellen gibt es im Zentrum. Gewisse Touren gehen ganz bis Karlslund, aber die meisten haben ihre Endhaltestelle bei der Weide unterhalb des Herrensitzes.

Auto

Kommen Sie von der Autobahn nehmen Sie um nach Karlslund zu kommen die Abfahrt nach Garphyttan. Von dort ist die Strecke gut beschildert. Vom zentralen Örebro folgen Sie zuerst den Schildern nach Garphyttan und dann den Schildern nach Karlslund.

Information

Buchungen

Führungen buchen Sie bei Örebrokompaniet, Telefon +46 (0)19-21 21 21

Info werktags

Tel: +46 (0)19‑21 62 20
Fax: +46 (0)19‑21 63 30
E-mail: karlslund@orebro.se

www.orebro.se/karlslund

Senast uppdaterad: 28 Oktober 2016
Publicerad: 22 September 2016
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